6. WM: Retrorunning is coming home!

Vor exakt 11 Jahren trafen sich auf Initiative von Roland Wegner in Augsburg Retrorunner aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich. Zielsetzung war es, internationale Wettbewerbe auf die Beine zu stellen. Bis dahin war die Retrorunning-Szene stark in Italien vertreten, auch Deutschland hatte bereits erste Wettbewerbe, allen voran die mehrfach ausgetragene Deutsche Meisterschaft über 1000 Meter, deren Ideengeber Thomas Siegmund war.

Man einigte sich bei der Zusammenkunft im Jahr 2005 darauf, unter dem Logo IRR (International Retro Runner) im Rhythmus von zwei Jahren Weltmeisterschaften durchzuführen, was bis heute funktioniert. Nach Schweiz (2006), Italien (2008), Österreich (2010), Spanien (2012), Italien (2014) richtet nun erstmals Deutschland die IRR-Retro-WM in Essen aus. Rund um den Marathonweltrekordhalter Achim Aretz will man vom 14.-17. Juli 2016 in Essen eine professionelle Veranstaltung über die Bühne bringen, über 20 Nationen haben ihr Kommen angekündigt. Einen Wehrmutstropfen hat Achim Aretz allerdings zu verschmerzen: „Aus Nigeria wollte ein Top-Sprinter anreisen. Wir haben ihn eingeladen und die Papiere für das notwendige Visum waren in Ordnung. Trotzdem hat man Pablo Dum Noel Okeke die Ausreise nicht erlaubt, was wir sehr bedauern und eigentlich nicht verstehen können“.

Indes wird Retrorunning-Pionier Roland Wegner nun doch noch einmal seine Spikes schnüren und über 100 Meter in Essen antreten. „Meine aktive Karriere habe ich ja 2012 mit dem Gewinn von 3 WM-Titeln beendet, jetzt mit 41 kann ich eigentlich nur noch zeigen, dass ich diese Sportart mal gut konnte. Den Freunden in Essen konnte ich die Bitte nicht ausschlagen, mich nochmal zu zeigen“. Nach einem Autounfall vor wenigen Monaten ist der Sprintrekordhalter froh, überhaupt wieder Sport betreiben zu können und tritt bei der 6. Retro-WM ohne jegliche Ambitionen an.

Mit dabei wird auch Thomas Dold sein, der über 1500 Meter Titelfavorit ist. Über 10.000 Meter kommt es zum spannenden Duell zwischen ihm und Organisator Achim Aretz.

Veranstaltungswebsite

 

Bilderinnerungen von der 2. WM in Italien 2008

Spannende Sprintduelle auf der Tartanbahn auch in Essen (Foto: Spanien 2012)

 

Weltrekordversuch über 4x100m in Augsburg

Acht Jahre schon hält der aktuelle Weltrekord über 4 x 100 Meter rückwärts gelaufen. Mit 62,55 Sekunden zog im August 2007 das Quartett Sebastian Krauser, Stefan Siegert, Roland Wegner und Gene Allen ins Guinness Buch der Rekorde ein und kein anderes Staffelteam war rückwärts bislang schneller.

Ein neuer Anlauf soll das bei der Wiedereröffnungsfeier des Augsburger Rosenaustadions am 19.09.2015 ändern. Vom bisherigen Rekordteam sind zwei Sprinter am Start: Roland Wegner (39) und Stefan Siegert (32) wollen mit ihrer Erfahrung den Grundstein legen. Der Augsburger Sprintshootingstar Aleksandar Askovic (17) trainiert ebenfalls seit Wochen verkehrt herum, wie Roland Hailer (31) aus Dachau. Beide haben 100m Vorwärtsbestzeiten deutlich unter 11 Sekunden vorzuweisen, jedoch auch Respekt vor der herausfordernden Bewegungsform. „Eine Urkunde von Guinness World Records aus London ist der Ansporn, Sonderschichten auf der Tartanbahn einzulegen, außerdem ist es eine enorme Herausforderung, mit mehr als 25 Km/h ohne visuelle Sicherheit über die Bahn zu sprinten“, gibt der amtierende Bayerische Hallenmehrkampfmeister Aleksandar Askovic seinen sportlichen Biss für dieses ungewöhnliche Highlight zum Ausdruck.

Video zum Rekordlauf 2007

Link zur Veranstaltungsseite

5. IRR-WM in Italien

Als im Jahr 2005 in Augsburg durch Johannes Gosch (Österreich), Roland Wegner (Deutschland), Christian Grollé (Frankreich), Thomas Siegmund (Deutschland), Albert Vogg (Deutschland) und Rinaldo Inäbnit (Schweiz) die Vereinigung der International-Retro-Runner (IRR) gegründet wurde, hoffte man auf eine nachhaltige positive Wirkung auf die Trendsportart. Neun Jahre später blicken die Rückwärtsläufer auf bereits vier Weltmeisterschaften (2006: Schweiz, 2008 Italien, 2010 Österreich, 2012 Spanien), die fünfte steht kurz bevor. Gastgeber für die 5. WM ist bereits zum zweiten Mal Italien. Vom 01. – 03. August finden in Saint-Christophe sowohl Bahnwettkämpfe (100m, 200, 400m, 800m, 1500m, 3000m, 5000m, 10.000m, 4x100m, 4x400m) als auch ein Halbmarathon auf der Straße mit den Fersen voran statt. Das deutsche Team um Günther Fuhrmann und Thomas Dold will mehr als nur ein Wörtchen bei den Medaillenkämpffen mitsprechen. Erstmals wird es einen neuen Weltmeister über 100m und 200m  geben: IRR-Mitgründer und Rekordhalter Roland Wegner aus Augsburg hat seine aktive Leichtathletikkarriere beendet und wird daher auch seine Retrorunning-WM-Titel nicht verteidigen. Weitere Informationen auf www.retrorunningworld.org

Video 100m-Männerfinale

 

Nürnberger Rückwärtslauf erbrachte 2.700,00 Euro

Welch eine Summe! Carmen und Günter Fuhrmann´s außergewöhnliches Hobby zahlte sich aus. Die beiden bekannten Rückwärtsläufer aus Nürnberg wiederholten ihren Silvesterlauf für den guten Zweck. Freuen konnten sie sich zusammen mit dem Unterstützerteam Nürnberg Klinik e.V. über die stolze Summe von 2.700,00 Euro die Jugendeinrichtung „sleep in“, die Jugendlichen in Not Schlafmöglichkeiten und Grundversorgung bieten.

Retrorunning in Franken: Silvesterlauf-Spendenaktion am 31. Dezember 2012

Getreu dem Motto „Rückwärts kommt man auch ans Ziel“ waren die amtierenden Retrorunning Weltmeister Carmen und Günter Fuhrmann aus Nürnberg beim Jubiläum  zum „10. Nürnberger Silvesterlauf 2012“ beim 5 Kilometer langen Hobbylauf am Start, um auf die Spendenaktion für das soziale Projekt „Sleep In“ aufmerksam zu machen. Und um es auf den Nenner zu bringen. Der Lauf war auf der ganzen Linie ein voller Erfolg und beste Werbung für den Retro Running Sport.

Retrorunning in Franken: Silvesterlauf-Spendenaktion am 31. Dezember 2012 weiterlesen

Zwei amtierende Deutsche Leichtathletikmeister holen WM-Titel im Rueckwaertslaufen

Nach Rotkreuz (Schweiz, 2006), Pietrasanta (Italien, 2008) und Kapfenberg (Österreich, 2010) wurde dieses Wochenende im spanischen Lleida die 4. Weltmeisterschaft im Rückwärtslaufen ausgetragen. Die 140.000 Einwohnerstadt unweit von Barcelona konnte Athleten aus zehn unterschiedlichen Nationen begrüßen. Der Großteil kam aus Spanien, Italien und Deutschland, aus Übersee waren die Länder Venezuela, Senegal und Brasilien vertreten. Im Medaillenspiegel hatte zwar Italien knapp die Nase vorne, die besten Einzelleistungen gingen aber auf das Konto der deutschen Retrorunner.

Gold für Melanie Albrecht (Startnummer 029)

Zwei amtierende Deutsche Leichtathletikmeister holen WM-Titel im Rueckwaertslaufen weiterlesen

Nach Olympia: „Spiele“ der Retrorunner in Spanien

 

Die noch junge Sportart Retrorunning, zu deutsch Rückwärtslaufen, hat es noch nicht unter die olympische Flagge geschafft. Noch uneinig sind sich die Protagonisten allerdings, ob sie dieses Ziel überhaupt erreichen wollen. Denn eine Professionalisierung birgt die Gefahr von Kommerz und der damit einhergehenden Dopingproblematik, wie es die Leichtathletik immer wieder offenbart.

Unabhängig davon haben sich die Retrorunner im Jahr 2005 zur Interessensgemeinschaft „International-Retro-Runner (IRR)“ zusammen geschlossen mit dem Hauptziel, ihre eigenen „Spiele“ in Form von Weltmeisterschaften durchzuführen.

start200m_frauen.jpg

Nach Rotkreuz (2006, Schweiz), Pietrasanta (2008, Italien), Kapfenberg (2010, Österreich) steht nun zwei Wochen nach Olympia die bereits 4. Weltmeisterschaft vor der Tür. Am kommenden Wochenende (25.-26. August 2012) ist das spanische Lleida Gastgeber der Internationalen Meisterschaft. Die Stadt Lleida mit ihren fast 140.000 Einwohnern liegt im Nordosten Spaniens und ist Hauptstadt der katalonischen Provinz Lleida.

 

 

lleida.jpg

 

Die Wettbewerbe orientieren sich an das Angebot der herkömmlichen Leichtathletik. Ohne Hürden- und Hindernissläufe werden folgende Disziplinen angeboten: 100m, 200m, 400m, 800m, 1500m, 3000m, 5000m und 10000m. Dazu werden Staffelläufe über 4x100m und 4x400m ausgetragen.

Vertreten sein werden nach aktuellem Stand die Nationen Spanien, Italien, Deutschland, Brasilien, Österreich, Venezuela, Senegal, Irland, Andora, Frankreich und Albanien.

 

Das Team Deutschland umfasst 12 Athleten, darunter die beiden Weltrekordler Achim Aretz (10.000 m) und Roland Wegner (100m, 200m). Die meiste Spannung versprechen die Finalläufe über 100 Meter. finale 100m seitlich_neu.jpg

  Vollständiges deutsches Aufgebot:

Melanie Albrecht, Achim Aretz, Chistoph Diehl, Marc-Andre Ocklenburg, Eric Salomon, Ralf Klug, Carmen Fuhrmann, Günter Fuhrmann, Arno Schneider, Franz Maier und Roland Wegner.

 

 

Anmeldungen noch möglich über Org-Büro:  maneltete@gmail.com

nuria.jpg