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4 Freunde müsst Ihr sein! Rückwärtslauffieber in Münster! |
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Geschrieben von RetroRunning.de
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Vor einem Monat fand die 2. Weltmeisterschaft der Rückwärtsläufer statt. Mit dabei vier Sportler aus Münster: Gunnar Oehlschlägel, Eric Salomon, Achim Aretz und Christoph Diehl. Über 10000 Meter und mit der Staffel über 4 x100 Meter konnten gar Bronzemedaillen gewonnen werden.
Retrorunning.de sprach mit ihnen. Wie aus Freunden Rückwärtsläufer wurden, erfährt man in folgendem Interview:
Retrorunning.de: Ihr habt zum ersten Mal bei einer Rückwärtslaufveranstaltung teilgenommen. Wie wurdet Ihr zu Rückwärtsläufer?
Antwort: Vor ca. zwei Jahren lief Gunnar die ersten Meter rückwärts, weil sein Laufkumpane (Achim) an dem Tag einen schlechten Tag erwischte und für Gunnar vorwärts schlicht zu langsam lief. Bald wurde auch der Christoph vom Rückwärtslauffieber angesteckt und wir gingen jede Woche Mittwoch in den folgenden Monaten Rückwärtslaufen. Jede Woche wurde die Strecke länger und sie gipfelte schließlich in einer Länge von 9km. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fanden wir die hervorragende Seite retrorunning.de, die uns zeigte, dass wir nicht allein sind. Zuvor gründeten wir auf dem Portal "studivz.net" eine Gruppe mit dem Namen "Rückwärtsläufer". In den letzten Monaten vor der WM stieß Eric zum Team hinzu, der sich von dieser gelenkschonenden Bewegungsform einen Rückgang seiner Knieschmerzen versprach. Schließlich war es Roland Wegner, der uns auf das Event "Weltmeisterschaft" hingewiesen hatte und daher wollten wir die Chance ergreifen, mal an einer internationalen Meisterschaft teilzunehmen.
Retrorunning.de: Wo und wie oft habt Ihr Eurer Training für diese WM durchgeführt? Gerade der Lauf von Achim über 10.000 Meter (Anm.d. Red.: 51:46,20 Minuten, Rang 3) lässt vermuten, dass ordentliches Geheimtraining stattfand. Ist dem so?
Antwort: Neben den üblichen Vorwärtseinheiten wurden 2-3 Rückwärtseinheiten wöchentlich in den Trainingsplan eingearbeitet. Dies fand überwiegend auf asphaltierten Wegen und auf Feldwegen statt, selten auf der Tartanbahn. Zur Vorbereitung auf die WM liefen wir eine Woche vor dem Spektakel in Italien auch noch den Münster Marathon mit, jedoch vorwärts. Zusätzlich wurde besonderen Wert auf die Ernährung gelegt.
Retrorunning.de: Wie reagiert Euer Bekanntenkreis auf dieses außergewöhnliche Hobby?
Antwort: Von Unglauben bis Begeisterung und Bewunderung ist alles dabei. Es haben sich schon einige Bekannte interessiert gezeigt und haben sich unserer Trainingsgruppe angeschlossen. Also auch Sportler lassen sich missionieren, haha.
Retrorunning.de: Wie seht Ihr das Potential von Rückwärtslaufen in nächster und ferner Zukunft? Was kann man verbessern in der Außendarstellung?
Antwort: Das Münsterland erlebt einen deutlichen Zuwachs. Wir planen Münster zu einem führenden Leistungszentrum des Retrorunning-Sports aufzubauen. Es müsste vielleicht versucht werden, die nächste WM in eine größere Stadt zu geben, in der noch mehr Zuschauer kommen können.
Retrorunning.de: Werdet Ihr wieder an einer „Backward-Veranstaltung“ teilnehmen?
Antwort: Ein klares JA!! Es ist fest in Planung. Wir freuen uns schon drauf. Wir werden uns deutlich verbessert bei der nächsten Veranstaltung zeigen, um noch mehr Medaillen nach Münster zu holen, versprochen!
Retrorunning.de: Vielen Dank und alles Gute weiterhin!!
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