| 3. WM die bisher größte Rückwärtslaufveranstaltung! |
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| Geschrieben von RetroRunning.de | |
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Alle zwei Jahre finden mittlerweile die Weltmeisterschaften in der noch relativ jungen Trendsportart Retrorunning statt. Vom 07.-08. August gastierten 139 Rückwärtsläufer aus 14 Nationen (Polen, Deutschland, Österreich, Amerika, Liechtenstein, Großbritannien, Taiwan, Irland, Slowenien, Frankreich, Italien, Spanien, Türkei, Schweiz) im österreichischen Kapfenberg - Teilnehmerrekord!
Bei den Leistungen ist vor allem das Ergebnis von Achim Aretz herauszuheben, der über 10 Kilometer einen neuen Weltrekord in sagenhaften 41:26,13 Minuten aufstellte (bisheriger Rekord: 42 Minuten aus dem Jahr 1990 vom Franzosen Yves Pol). Diese Leistung dürfte den meisten Vorwärtsläufern Schwierigkeiten bereiten und sorgte in Kapfenberg für Begeisterung unter den Zuschauern und Medien. Nächstes Ziel von Achim Aretz ist die Rekordmarke im Marathon (bislang: 3:53,17 Stunden). Ein zweiter Weltrekord gelang der deutschen 4x400-Staffel am Ende es ersten Wettkampftages. Die Vorgabe von 6:37,4 Minuten, (Team Italien aus dem Jahr 2008) konnte Deutschland I (Albert Vogg, Gerhard Maier, Roland Wegner, Thomas Dold) mit 5:36,40 Minuten deutlich unterbieten. Erfolgreichster Athlet war Roland Wegner aus Deutschland mit insgesamt 5 Goldmedaillen. Über 100 Meter konnte er seinen Titel bereits zum 2. Mal verteidigen (15,75 Sekunden). Härtester Konkurrent war dabei Ömer Aslan aus der Türkei (15,93 Sekunden). Vor zwei Jahren konnte dieser wenigstens die Duelle über 200m und 400m für sich entscheiden, dieses Mal war der Türke auch hier gegen Wegner chancenlos, der 32,71 Sekunden und 74,04 Sekunden für die beiden Strecken benötigte. Auf Rang 2 über 200m lief Doherty Garret aus Irland (33,69 Sekunden), der von einem Sturz des Türken (auf Rang 2 liegend) kurz vor dem Ziel profitierte. Der Nachwuchs aus Deutschland steht bereits in den Startlöchern, Niklas Kuen gewann die Jugendwertung über 100 Meter (15,48 Sekunden) und 400 Meter (79,30 Sekunden), Marius Brahm holte sich Gold auf 200 Meter in 36,11 Sekunden. Über 4x100m wollte das Team Deutschland den eigenen drei Jahre alten Rekord (62,55 Sekunden) angreifen, wobei die personelle Besetzung nicht mehr die gleiche war. Mit 63,04 Sekunden schafften Gerhard Maier, Niklas Kuen, Marius Brahm und Roland Wegner das zwar nicht ganz, lagen aber trotzdem überlegen vor Polen und Österreich. Bei den Frauen dominierte die Österreicherin Simone Kühn über die Sprintstrecken, die sich erneut die Titel über 100m (18,95 Sekunden - im Vorlauf 18,38 -), 200m (41,40 Sekunden), 400m (1:40,34 Minuten) und 4x100m (1:31 Minuten) sicherte. In der Jugendwertung zeigte Anke Lang aus Deutschland ihr großes Rückwärtslauftalent, als sie über 100 Meter (18,37 Sekunden), 200 Meter (39,46 Sekunden) und 400 Meter (98,53 Sekunden) gewann. Thomas Dold aus Deutschland verteidigte ebenfalls seine beiden Titel über 800m (2:41,25 Minuten) und 1.500m (5:22,50 Minuten) souverän und war Teil der deutschen Rekordstaffel über 4x400m. Zu einem Duell mit Brian Godsey kam es nicht, da sich dieser kurz vor der WM leicht verletzte. Das 800 Meter Rennen der Frauen gewann erneut Marga Dolfi aus Italien. Mit 3:55,60 Minuten war sie nur 5 Sekunden über ihrer Siegeszeit von vor zwei Jahren. Spannend war der Kampf um Silber. Marta Pilarska hatte zwar einen satten Vorsprung vor Nuria Esteve i Siuraneta aus Spanien. Doch 30 Meter vor Ziel kam die Polin aus dem Gleichgewicht und ihr Hinterteil machte mit dem Boden Bekanntschaft. Dies wiederholte sich dann mehrmals bis zur Ziellinie, welche sie dann im letzten Moment noch rückwärts krabbelnd vor der Spanierin überquerte. Ein weiterer Sieg gelang Marga Dolfi über 1.500 Meter. Mit 8:07,40 Minuten legte sie einen satten Vorsprung zur Österreicherin Brigitte Obmann und Rita Loberti (Italien). Kerstin Metzler holte für Liechtenstein erneut die Siegermedaillen. Die Rekordhalterin gewann über 10.000 Meter (59:53,37 Minuten), 5.000 Meter (26:16,89 Minuten) und über 3.000 Meter (16:46,57 Minuten). Über 5.000 Meter der Männer freute sich Italien über die erlaufene Goldmedaille. Paolo Tarabella überschritt die Ziellinie in 23:11,23 Minuten mit dem Rücken voran und ließ damit den Polen Bartosz Swiatkowski und Rinaldo Inäbnit aus der Schweiz "hinter" sich. In der Seniorenklasse dominierte der Italiener Giorgio Brizzi, wenngleich seine Siege über 100m, 200m und 400m stets hart umkämpft waren gegen Albert Vogg aus Deutschland. Die weiteste Anreise hatte Hsueh Ching-Kuan, in der Retro-Familie auch bekannt und beliebt als "Backman-Tony", der zusammen mit seinem Sohn aus Taiwan anreiste und für viel Freude unter den Teilnehmern sorgte. Ergebnisliste Für den nächsten Ausrichtungsort hat aber auch Spanien bereits Interesse angemeldet. Ende Oktober 2010 wird hierüber die Entscheidung fallen. |
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