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WM 2006 Presseschau Drucken E-Mail
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Geschrieben von RetroRunning.de   

Aus der Not zum Weltmeistertitel für Liechtenstein!

Was als „Reha-Sport“ gegen Achillessehnenprobleme angefangen hatte, hat am letzten Samstag für Langstreckenläuferin Kerstin Mennenga vom TV Schaan vorerst mit dem 1. Weltmeistertitel über 3000m Retrorunning geendet. Rückwärtslaufen wird schon seit Jahren in unseren Nachbarländern wie Deutschland, Österreich, Italien, Amerika und nun auch in der Schweiz als eigene Disziplin bei öffentlichen Leichtathletikveranstaltungen angeboten. Die „Rückwärtsläufer“ sind vornehmlich Vorwärtsläufer, die sich auch in den „normalen“ Disziplinen durchaus zeigen dürfen.

Nachdem Mennenga (Vorwärtsbestzeit: 10000m in 37:00 Min.) zuvor noch ihre Laufgruppe „Schuh-Risch“ beim LGT-Marathon auf etlichen Kilometern tatkräftig betreut hatte, startete sie am Abend bei der Weltmeisterschaft der Retrorunner in Rotkreuz über die längste Distanz von 3000m, welche sie in flotten 16:29,16 Minuten absolvierte.

Was vielleicht anfangs noch als „Fun-Sport“ belächelt wurde, durfte zumindest nach dieser Veranstaltung als ernstgenommene und koordinativ anspruchsvolle Sportart angesehen werden. Anders als beim Vorwärtslaufen spielt hier die Technik der Bewegung sowie die Konzentration eine entscheidende Rolle.

Als interessierter Neuling wollte Mennenga einmal die Welt der Retrorunner beschnuppern. Dass sie dabei gleich den Weltmeistertitel holt und sogar etliche Männer hinter sich lässt, hat nicht nur sie selbst, sondern auch den Veranstalter sichtlich überrascht. So kam es dann auch, dass bei der Siegerehrung peinlich festgestellt werden musste, dass man auf die liechtensteinische Hymne nicht vorbereitet war!
 
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