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| Geschrieben von Roland Wegner | |
Beim 2. Schweizer Rückwärtsberglauf nur 6 TeilnehmerAls persönliche Niederlage wird wohl Rinaldo Inäbnit sein Projekt "ins Guinness-Buch mit dem 1. Rückwärtsberglauf" auf sein Erfahrungskonto verbuchen müssen. Nur 6 Teilnehmer (1 Frau, 5 Männer) waren gewillt, 11 Kilometer mit einer Höhendifferenz von 1400 Metern rückwärts auf das Schweizer Stanserhorn zu laufen.Mit der gleichen Anzahl von Teilnehmern zeigte eine Woche zuvor ein cleverer Konkurrenzveranstalter, dass dafür weder eine organisatorische Vorlaufzeit von 9 Monaten noch eine derartige Hascherei nach Medienaufmerksamkeit notwendig gewesen wäre. Für den Gesundheitssport Rückwärtslaufen kann es sicher kein Vorteil sein, wenn Medien von der "Randsportart der Randsportarten" berichten. Eine weitere Lehre neben der wohl zu anspruchsvollen Streckenführung sollte sein, dass man im Wiederholungsfalle moderate Startgelder verlangt, für 25 Euro kann man bei deutschen Leichtathletikveranstaltungen nämlich an mindestens 4 Veranstaltungen teilnehmen. Allgemeines Organisationsvorbild dient die Italienische Vereinigung der Retrorunner, die bei ca. 30 Rückwärtslaufveranstaltungen pro Jahr stets gute Teilnehmerzahlen zu verbuchen hat (www.retrorunning.com) und somit eine gute Außenwirkung erzielt. Aber wer ahnt es, vielleicht macht Pionier Inäbnit ja seine (hoffentlich ironische) Medienmitteilung wahr und steigt bald von Retrorunning auf One-leg-jumping um. Für 2007 könnte er sich nämlich vorstellen, das Stanserhorn mit nur einem Bein hüpfend zu erklimmen. Die Medien sitzen sicher schon in den Startlöchern. |
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